Nahrung der Zukunft: Was werden wir bald essen?

Die große Frage, was wir in der Zukunft essen werden, beschäftigt uns schon seit einiger Zeit. Die Nahrung der Zukunft muss 10 Milliarden Menschen weltweit satt machen, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Besonders Branchen wie der Fleischindustrie werden große Veränderungen prophezeit. Aber auch die Art, wie wir Essen in der Zukunft anbauen, könnte sich drastisch verändern. Urbane Landwirtschaft, Insekten, Laborfleisch und Hanf. Wir haben die größten Ernährungstrends der kommenden Jahrzehnte für dich zusammengefasst. 

Warum wird sich unsere Nahrung zukünftig ändern? 

Mit steigenden Herausforderungen in der Landwirtschaft, ausgelöst durch den Klimawandel, laufenden Krisen wie dem Ukrainekrieg und dem stetigen Wachstum der Weltbevölkerung, muss nach innovativen Lösungen und Alternativen gesucht werden. Durch stetige Aufklärung und der höheren Lebenserwartung steigt zusätzlich das Bedürfnis der Menschen nach Informationen. Sie wollen wissen, woher ihre Lebensmittel sind, was in ihnen steckt und wie sich diese auf ihre Gesundheit auswirken.  

Welche Lebensmittel werden wir in der Zukunft essen?

Die Nahrungsmittel der Zukunft müssen einige Kriterien erfüllen. In Anbetracht des Klimawandels müssen sie ressourcenschonend angebaut werden sowie möglichst robust sein, um extremeren Witterungsbedingungen zu widerstehen. Sie müssen eine hohe Energie- und Nährstoffdichte aufweisen, um 10 Milliarden Menschen zu versorgen. Außerdem sollten die Lebensmittel gesund sein, um gegen Volkskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs vorzusorgen. 

Hier haben wir für dich die 5 größten Trends zusammengefasst, die uns in Zukunft ernähren könnten:

1. Insekten als tierischer Proteinersatz

Insekten gelten als der Megatrend in der Zukunft der Lebensmittelindustrie. In der westlichen Welt eher als der Stoff, aus dem Albträume sind, bekannt, zählen sie besonders in Asien und Afrika als natürliche Proteinquelle. Doch auch schon heute findet man bei uns sogar in Supermärkten Schokoriegel mit Heuschreckenmehl, ganze Mehlwürmer mit Barbecue-Gewürz und Müsliriegel mit Grillen. Insekten könnten in Zukunft auch unseren Proteinbedarf stillen, da sie weniger Ressourcen und Platz benötigen als andere tierische Quellen. Wie weit der Trend jedoch von der Gesellschaft angenommen wird, wird sich zeigen.

2. Algen & Quallen

Eine andere, bisher weitestgehend übersehene, Nährstoffquelle kommt aus dem Meer. Mit über 100.000 Arten sind Algen enorm vielfältig und reich an Protein, Eisen und Antioxidantien. Sie sind außerdem schnell und einfach in kontrollierbaren Bedingungen züchtbar. Bereits bekannte Vertreter sind Nori-Blätter, welche für Sushi verwendet werden und auch immer häufiger im Snackregal anzutreffen sind, und Spirulina, welches Smoothies und Bowls beigefügt werden kann. Noch exotischer wird es mit Quallen, welche ebenso als Nahrung der Zukunft gelten. Diese bestehen zu 97% aus Wasser und sind dennoch reich an Kohlenhydraten, Mineralien, Antioxidantien und Karotinoiden. Außerdem sind sie reichlich im Meer vorhanden und weniger empfindlich gegenüber Veränderungen im Meeresökosystem. 

3. Fleisch aus der Petrischale

Wem beim Gedanken an den Verzehr von Insekten ein kalter Schauer über den Rücken läuft, der könnte in Laborfleisch eine alternative, tierische Proteinquelle finden. Das Fleisch wird nicht durch die Schlachtung von Tieren gewonnen, sondern in einer Petrischale aus deren Stammzellen herangezüchtet. Deshalb trägt es auch den Namen „Clean Meat“, also „sauberes Fleisch“.  Das Zuchtfleisch wird in Laboren hergestellt und benötigt dadurch im Vergleich zu der herkömmlichen Fleischproduktion viel weniger Ressourcen. Momentan befindet es sich im Großteil der Welt noch im Anfangsstadium, da die Beschaffung der Tierzellen sehr teuer ist und unklar ist, inwiefern die Tiere dabei zu Schaden kommen. In Singapur hingegen wird Laborfleisch bereits verkauft. 

4. „Falsche“ Bananen 

Bisher gedeihte die klassische Banane in steigenden Temperaturen prächtig. Dies soll sich jedoch in den kommenden Jahrzehnten drastisch ändern, da die herkömmliche Bananenart ihren Wachstumshöhepunkt erreicht und von da an weniger Ernte erbringt. Um den Verlust der kalorienreichen Pflanze in Zukunft auszugleichen, könnte die „falsche“ Banane ihren Platz einnehmen. Die „falsche” Banane oder auch Zuchtbanane genannt, wird bisher nur in einem Teil Äthiopiens angebaut. Obwohl sie ein enger Verwandter der herkömmlichen Banane ist, ist die Frucht der „falschen“ Banane nicht genießbar. Ihr Stamm und Wurzeln haben dafür eine sehr hohe Energiedichte. Nur 15 Pflanzen könnten eine Person für ein ganzes Jahr ernähren, weshalb sie auch den Spitznamen „Baum gegen Hunger“ trägt. 

5. Hanf als pflanzliche Proteinquelle

Viele Nutzpflanzen werden in Zukunft durch veränderte Wetterbedingungen nicht mehr oder nur für kürzere Zeit im Jahr angebaut werden können. Dadurch steigt die Nachfrage nach besonders robusten und ressourcenschonenden Arten. Zu diesen zählt die Hanfpflanze, welche extrem robust ist und nahezu überall auf der Welt wachsen kann. Sie ist reich an pflanzlichem Protein, Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffen. Dadurch ist sie außerdem ein optimaler Kandidat für die urbane Lebensmittelproduktion in Städten. Diese wird zukünftig immer relevanter, um lange Lieferketten zu vermeiden und die autarke Produktion vor Ort zu gewährleisten. Ereignisse wie der Ukrainekrieg haben gezeigt, wie wichtig es ist, lokale und unabhängige Versorgung zu fördern. Neben Hanf werden auch Bohnen und andere Nusssorten als pflanzliche Proteinquellen noch mehr an Bedeutung gewinnen. Bis 2050 wird ein Anstieg von 100% oder sogar 200% in der Produktion dieser erwartet. 

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Quellen:
Varma, V., Bebber, D.P. Climate change impacts on banana yields around the world.Nat. Clim. Chang. 9, 752–757 (2019)
www.nhm.ac.uk
www.hdi.global.com
www.ecowatch.com
www.steakholderfood.com
www.ardaplha.de
www.saturo.com
www.dw.com
www.fokus.swiss.com
www.spektrum.de

Fotos:
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