Hanf in Vorarlberg

Hanfernte von Hand

Der Anbau von Hanf im österreichischen Bundesland Vorarlberg hat Tradition. Doch mit dem Rückgang der einst starken Textilindustrie des Landes wurde auch der Anbau von Hanf weitgehend eingestellt. Die Hempions setzen sich für die Rekultivierung von Hanf in Vorarlberg und vielen anderen Regionen ein.

Übersicht

Hanfanbau in Vorarlberg in den letzten Jahrhunderten

Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert spielte Hanf in Vorarlberg eine Rolle. Beweis dafür ist die Namensgebung von “Hanfland” oder “Hanfländer” vieler Ortsteile in den Bezirken Bregenz und Feldkirch. Des Weiteren kultivierten insbesondere in Lustenau Bauern Hanf, wobei vor allem der Anbau von Fasern von Bedeutung war. Die Vorarlberger Textilindustrie spezialisierte sich jedoch immer mehr auf die Verarbeitung von Baumwolle und somit wurde auch der Hanf auf den Vorarlberger Feldern zunehmend verdrängt. Zur Herstellung von Seilen wird Hanf jedoch schon seit Jahrhunderten verwendet und wurde dazu auch in Vorarlberg angebaut. 

Vorarlberger Hanfanbau heute

Nachdem der Anbau von Hanf in Ober- und Niederösterreich immer mehr an Popularität gewinnt, ist die Kultivierung in Vorarlberg noch am Anfang. Doch auch im westlichsten Bundesland und gleichzeitig Heimatland der Hempions-Gründer, erfährt die Pflanze eine Renaissance. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür bestehen schon seit dem EU-Beitritt Österreichs in den 1990-er Jahren.

Dabei ist die Ernte die größte Herausforderung. Hanf wächst in kürzester Zeit derart hoch und hat so starke Fasern, dass normale Mähdrescher die Ernte nicht bewältigen können. Deshalb haben sich Bauern aus dem Vorarlberger Oberland dazu entschlossen, eine Erntemaschine selbst umzubauen und erste Versuche zu starten. 

Mit vollem Herzblut dabei

Besonders begeistert sind wir zudem von den jungen Vorarlberger Hanfbauern in einem kleinen Dorf nahe der Deutsch-Österreichischen Grenze. Diese haben kurzerhand hinter dem Haus mehrere hundert Quadratmeter für den Anbau von Hanf verwendet. Von der Aussaat bis zur Ernte war dabei fast alles Handarbeit.

Darüber hinaus gibt es vereinzelt Hanffelder für medizinische Zwecke im Vorarlberger Rheintal.

Die Zukunft des Hanfanbaus in Vorarlberg und Europa

Wir sind davon überzeugt, dass Hanf als Nahrungsmittel und Rohstoff für unzählige weitere Anwendungen in der Zukunft eine wesentliche Rolle spielen wird. Ein großer Vorteil ist dabei, dass Hanf fast überall wächst und keine Pestizide und Herbizide benötigt. Lediglich die technischen Voraussetzungen für die Ernte sind zu erfüllen.

Trotz begrenzter Anbauflächen in Vorarlberg wird der Anbau von Hanf in den kommenden Jahren auch hier ausgeweitet. Für das Jahr 2019 haben wir bereits erste Kooperationen mit heimischen Bauern geschlossen und werden die Anbauflächen stetig vergrößern.

Österreich- und europaweit bietet Hanf zudem die Chance für mehr Unabhängigkeit von Lebensmittelimporten und einer nachhaltigeren Landwirtschaft. Darüber hinaus kann Hanf in ärmeren Regionen Europas Arbeitsplätze schaffen. Durch die Weiterverarbeitung von Fasern und anderen Pflanzenteilen entstehen neue Industriezweige in den Bereichen Textilien, Energie, Baustoffe und vielem mehr. Mehr dazu in unserem Artikel Wieso Hanf?.

 

Quellen:

Arbeit zur ehemaligen Verbreitung von Hanf, Flachs und Biber, landnutzung.at
Industrie-Provinz: Vorarlberg in der Frühindustrialisierung 1740-1870
Jack Herer, The Emperor Wears No Clothes, 1996


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